Der Frankenwürfel gilt als die höchste fränkische Auszeichnung für Menschen des typischen fränkischen Schlages.
1985 von den Regierungspräsidenten von Mittel-, Ober- und Unterfranken gestiftet, wird er seitdem jährlich am 11. November – dem Namenstag des heiligen Martin, der das Frankenreich missionierte – bei einem Gansessen von den Regierungspräsidenten verliehen. Die Preisträger werden „Gewürfelte“ genannt.
Der begehrte Porzellanwürfel zeigt auf drei Seiten die drei Wappen der Regierungsbezirke. Die vierte Seite ist mit „Frankenwürfel“ beschriftet, die Fünfte mit „Sich wenden, sich drehen, im Leben bestehen, so ist der gewürfelte Franke zu sehen.“ und die Sechste mit „Es gilt dem Gewürfelten Franken mit diesem Würfel zu danken.“ Er wird an Personen verliehen, in denen das Prägende des fränkischen Charakters besonders deutlich zum Ausdruck kommt: Das Wendige, das Witzige und das Widersprüchliche, wobei Witz auch für Erfindergeist und Einfallsreichtum steht.
Benannt sind Auszeichnung und Preisträger nach dem 1983 von Hans Max von Aufseß verfassten Essay Der Franke ist ein Gewürfelter.
Darin schreibt er: „ Der Würfel ist wie der Franke ein widersprüchliches Ding. Er ist weder eine Kugel noch ein Kubus. Durch Abrundung seiner Ecken und Kanten vereinigt er aber die Funktionen von Beiden: Er rollt und er steht“.
Preisträger
2020 fiel die 36. Verleihung des Frankenwürfels wegen der COVID-19-Pandemie aus.
2021 wurde die im unterfränkischen Schwarzach geplante gemeinsame Ehrung der Preisträger wegen der 4. Welle der COVID-19-Pandemie abgesagt. Die Preisträger wurden von den jeweiligen Regierungspräsidenten dezentral gewürdigt.
Literatur
- Hans Max von Aufseß: Der Franke ist ein Gewürfelter. Oberfränkische Verlagsanstalt Hof. 1983, ISBN 3-921615-52-6.
Weblinks
- Offizielle Seite des Preises (auch Beleg für alle Preisträger mit Details zu Leben und Werk der Preisträger in der jeweiligen Laudatio)
- Häufige Fragen und Antworten zum Frankenwürfel
- Auszeichnungen
Einzelnachweise




